Discovery & Fragetechnik

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10 Fragetechniken im Verkauf

Ein systematisches Arsenal aus zehn Fragearten, mit denen jeder Abschnitt eines Verkaufsgesprächs souverän geführt wird — von Warm-up bis Reklamation.

Acht Kauf-Blocker

Die vollständige Liste der Gründe, warum Menschen eine Dienstleistung nicht kaufen — acht konkrete Blocker, die Marketing aus dem Weg räumen muss.

BANT-Methode

Eine seit den 1960er-Jahren etablierte Qualifizierungsmethode — Budget, Authority, Need, Timeline — vier Prüfschritte, die aus einem Interessenten eine bewertbare Verkaufschance machen.

Bedarfsermittlung — 3 Stufen

Eine Gesprächstechnik mit Erlaubnisfrage, offenen W-Fragen und Paraphrasieren — der strukturelle Unterschied zwischen einem Durchschnittsverkäufer und einem richtig guten.

Berater-Frame

Ein Gesprächseinstieg, der den ganzen Ton setzt: Statt als Verkäufer aufzutreten, der etwas loswerden will, positioniert man sich als Berater, der erst versteht, ob er überhaupt helfen kann — Augenhöhe ab Sekunde eins.

Buying-Center-Modell (die vier Kaufrollen)

In B2B entscheidet fast nie eine Person allein. Wer nur mit „dem Ansprechpartner" spricht, verkauft an einen Teil des Gremiums und wundert sich, warum der Abschluss stockt. Das Buying-Center macht die Rollen sichtba…

Die zehn Fragearten

Das Minimal-Arsenal: Von über fünfzig möglichen Fragearten reichen zehn — aber die muss man wirklich beherrschen, sonst ist Einwandbehandlung unmöglich.

Doctor Frame

Der Verkäufer ist kein Verkäufer, sondern Arzt: erst untersuchen, dann diagnostizieren, dann eine klare Empfehlung aussprechen. In der Praxis erreichen 90-Minuten-Strategiegespräche mit diesem Frame Abschlussquoten um 80…

Drei-Warum-Fragen

Die minimalistische Gesprächs-Checkliste: drei Fragen, die man sich selbst nach jedem Kundengespräch stellt. Kann man sie besser beantworten als vorher, war es ein gutes Gespräch.

Entscheider-Matrix

Eine 2×2-Matrix zur Zugangs-Frage: Entscheider gegen Beeinflusser, jeweils positiv oder negativ zum Angebot — sie zeigt auf einen Blick, warum der Entscheider-Kontakt unverhandelbar ist.

Gesprächslandkarte

Die Alternative zum starren Leitfaden: ein nicht-lineares Navigationswerkzeug aus Themenfeldern und Routen. Eine Landkarte mit Kompass statt ein Drehbuch mit vorgeschriebenen Wortlauten.

GROW- und FUEL-Modell

Zwei lösungsorientierte Gesprächsrahmen, die ein Gespräch vom Ziel über die Lage zu den Optionen und dem konkreten Weg führen. Als Discovery- und Coaching-Raster gedacht, nicht als starres Frageskript.

Kauf-Formel (Schmerz > Geld + Aufwand)

Die Grundgleichung der Kaufentscheidung: Gekauft wird, wenn der wahrgenommene Schmerz des aktuellen Problems größer ist als wahrgenommener Geldverlust plus wahrgenommener Aufwand der Lösung. Marketing hat genau diese dre…

Kybernetische 12-Stufen-Technik

Ein streng sequenziertes Gesamtsystem für Verkaufsgespräche — zwölf aufeinander aufbauende Stufen vom Vertrauensaufbau bis zum Abschluss. Keine Stufe darf übersprungen werden; jede sichert eine Stelle, an der das Gespräc…

Lösungsfragen

Statt dem Kunden den Nutzen zu erklären, lässt man ihn ihn selbst aussprechen. Was er selbst sagt, muss er später nicht mehr glauben — er hat es ja gesagt.

MEDDIC-Qualifizierung

Sechs Prüfpunkte, aus der Analyse hunderter gewonnener und verlorener Großkunden-Deals herausgearbeitet — der Nachfolger einfacher Qualifizierung für komplexe B2B-Verkäufe mit mehreren Beteiligten. Es sortiert Blindflug-…

Motiv vs. Nutzen (Handlungsdruck)

Nutzen macht eine Investition erwägbar. Erst das Motiv macht sie entscheidbar. Ohne Schmerz bleibt der Zustand bequem genug — selbst bei glasklarem Nutzen.

Nichtpräsentation

Der radikale Ansatz für B2B-Termine: keine Firmenfolien. Stattdessen vorab die drei wichtigsten Fragen der Teilnehmer einsammeln — und im Termin ausschließlich diese beantworten.

Pinpointing

Die Klarheitstechnik aus der Vertriebsforschung: Spitzenverkäufer verbringen rund 17 Prozent ihrer Gesprächszeit mit Verständnistesten und Zusammenfassen — doppelt so viel wie der Durchschnitt. Genau deshalb halten ihre …

Präsentieren als Bewegen, nicht Überzeugen

Niemand wacht morgens mit dem Wunsch auf, überzeugt zu werden. „Überzeugen" löst Widerstand aus. Bewegen heißt: den Kunden dort abholen, wo er steht, und zum Ziel bringen.

ROI-Lego-Methode

Der ROI wird nicht präsentiert, sondern im Gespräch gemeinsam aus Bausteinen zusammengesetzt — der Kunde entscheidet, welcher Baustein für ihn zählt. Eine Zahl, an der er mitgebaut hat, verteidigt er später selbst.

Sales-Call-Metriken

Drei messbare Kennzahlen zeigen sofort, ob ein Verkaufsgespräch gut oder schlecht läuft: Talk Ratio, längster Monolog, Sprecherwechsel-Frequenz. Alle drei sind trainierbar.

Skalierungsfrage (3 Zonen)

Eine einzige 0-bis-10-Frage verrät in Sekunden, wo der Kunde wirklich steht — und daraus folgt die komplette Gesprächsstrategie.

SPIN Selling

Die vierstufige Fragemethodik aus einer Großstudie mit 36.000 ausgewerteten Verkaufsgesprächen — Situation, Problem, Implication, Need-Payoff — die den Kunden vom Faktenaustausch zur selbstformulierten Lösungserkenntnis …

Tiefenstruktur der Sprache

Kunden benutzen unspezifische Verben und Substantive, die der Verkäufer stillschweigend mit eigener Bedeutung füllt — Präzisionsfragen öffnen die tatsächliche Kundenbedeutung.

Vier-Geschäftsfelder-Matrix

Eine 2×2-Matrix aus der Vertriebsforschung: Kundenwissen (klar vs. Problem) mal Bindungsbereitschaft (loyal vs. wechselwillig) bestimmt, welche Strategie und welcher Verkäufertyp zu welchem Kundensegment passt.