Acht Kauf-Blocker
Auch: Acht Kauf-Blocker, 8 Faktoren Kaufverhinderung, Kaufabhalter
Die vollständige Liste der Gründe, warum Menschen eine Dienstleistung nicht kaufen — acht konkrete Blocker, die Marketing aus dem Weg räumen muss.
Kategorie: Discovery / Verkaufspsychologie / Conversion-Audit Autor: Pereta
Kern-Logik
Die acht Blocker sind die Meta-Liste zur Kauf-Formel „Schmerz > Geld + Aufwand". Die Formel sagt, wann Menschen kaufen — die Blocker sagen, warum sie es nicht tun. Damit sind sie die Checkliste für jedes Funnel-Audit: Welcher Blocker ist gerade aktiv?
Keine Reihenfolge, keine Hierarchie — jeder Blocker kann einzeln oder kombiniert wirken. Blocker 1 dominiert bei neuen Produkten, Blocker 8 in gesättigten Märkten, Blocker 7 bei komplexen Dienstleistungen. Die Stärke liegt im Diagnose-Raster: Statt „der Kunde kauft nicht" als Pauschal-Befund zu akzeptieren, zwingt die Liste zur Präzisierung.
Die 8 Blocker
- Unwissenheit — der Kunde weiß nicht, dass die Lösung existiert. Grund Nummer eins. Marketing hebt die Problemlösung in Sichtbarkeit.
- Kein Bedarf / kein Interesse — die Lösung ist bekannt, aber kein Bedarf da. Marketing kann Bedarf über Problembewusstsein wecken.
- Kein Geld — objektiver Blocker. Lösung: bessere Zielgruppe finden oder anders paketieren, statt reflexhaft den Preis zu senken.
- Keine Zeit — keine Zeit zum Warten, Umsetzen oder Ergebnis-Abwarten. Lösung über Done-for-you-Angebote.
- Zu viel Aufwand — Konfiguration oder Mitarbeit zu kompliziert. Oft nur Wahrnehmung — Marketing kann aufklären und vereinfachen.
- Kein Vertrauen — vier Ebenen: zum Anbieter, zum Produkt, zum Kaufprozess, zum eigenen Urteil.
- Unklares Vorgehen — Interesse ist da, aber Bestell- oder Verkaufsprozess sind unklar. Reibungspunkte in der Konversion.
- Bessere oder günstigere Alternative — vermeintlich bessere Konkurrenz. Lösung über Positionierung und Paketierung statt Preissenkung.
Der Kern: Marketing hat den Job, diese Blocker aus dem Weg zu räumen — jeder einzelne ist adressierbar.
Konkrete Anwendungen
- Handwerks-/Industrie-KMU (Pereta-ICP): Blocker 7 (unklares Vorgehen) ist der häufigste Bremser bei Website-Projekten — „Wie läuft das ab? Was muss ich liefern?" Er wird mit einem klaren 5-Phasen-Plan im Angebot ausgeräumt (Termine, Aufgabenverteilung). Blocker 6 (Vertrauen) über Referenzen, Blocker 5 (Aufwand) über Done-for-you-Texterstellung.
- Funnel-Audit: Bei schlechter Conversion alle acht durchgehen — meist sind mehrere kombiniert aktiv.
- Kampagnen-Design: Pro Kampagne genau einen Haupt-Blocker benennen und targeten.
Wann einsetzen?
- Beim Funnel-Audit, wenn die Conversion schwach ist.
- Vor jeder neuen Kampagne — den einen Ziel-Blocker festlegen.
- Im Verkaufsgespräch als stille Checkliste, wenn ein Kunde nicht entscheidet.
Häufige Fehler
- Immer den Preis senken. Blocker 3 (kein Geld) ist selten das echte Problem — viel häufiger Blocker 6 (Vertrauen) oder 7 (unklares Vorgehen). Preis senken ohne Diagnose verbrennt Marge.
- Blocker 1 übersehen. Bei neuen Angeboten wird die Zielgruppe für reif gehalten, obwohl Unwissenheit noch aktiv ist — Performance-Werbung gegen eine kalte Zielgruppe verpufft.
- Nicht benennen, welcher Blocker adressiert wird. Ohne Zuordnung wird jede Kampagne „so allgemein".
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