Permission Marketing

Auch: Permission Marketing, Opt-In-Marketing, Erlaubnis-Marketing

Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt ein quellengebundenes Modell oder eine Praxisheuristik. Es verspricht kein bestimmtes Ergebnis; die folgenden Aussagen geben das Modell wieder.

Kern-Logik

Permission Marketing beschreibt den Aufbau wiederkehrender Kommunikation, die Empfänger bewusst erwarten und wünschen. Ein nützlicher Inhalt eröffnet die Beziehung; weitere Kontakte bleiben an deren vereinbarten Rahmen gebunden. Die Beziehung kann wachsen, ohne dass damit automatisch zusätzliche Kontaktrechte entstehen.

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Im Quellenmodell wird beschrieben: Typische Beispiele: Newsletter-Abonnements, bewusst erteilte Push-Freigaben, abonnierte Podcasts. Gegenbeispiele: Pop-up-Werbung, unaufgeforderte Kalt-Mails, klassische Fernsehwerbung. Ein Podcast-Abonnement erlaubt keine zusätzliche Werbe-E-Mail; ein Pop-up kann seinerseits zu einer freiwilligen Anmeldung führen.

Im Quellenmodell ordnet die Tabelle folgende Elemente:

Stufe Handlung Verbindlichkeit
Fremder Besucht die Website Keine
Bekannter Abonniert den Newsletter Niedrig
Kunde Kauft zum ersten Mal Mittel
Stammkunde Kauft wiederholt Hoch
Fürsprecher Empfiehlt aktiv weiter Sehr hoch

Die Verbindlichkeit bezeichnet hier die Beziehung, nicht den Umfang einer rechtlichen Einwilligung.

Permission eskaliert — Schritt für Schritt

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Die Reihenfolge ist eine Modellannahme. Zahlungsdaten dienen der Kaufabwicklung und sind keine zusätzliche Werbeeinwilligung.

Einwilligung und Ländergrenzen

Soweit die DSGVO gilt, muss eine Einwilligung bewusst, freiwillig und auf konkret erläuterte Zwecke bezogen sein; Nachweis und einfacher Widerruf gehören dazu: Art. 4 Nr. 11 sowie Art. 7 Abs. 1–4 DSGVO. Eine Inhaltsanforderung und die Zustimmung zu weiterer Werbung sind getrennt zu betrachten. Art. 4 und 7 DSGVO.

Für Werbe-E-Mails gelten zusätzlich unterschiedliche Vorschriften:

Wann einsetzen?

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Als hypothetisches Beispiel bietet ein Fachbetrieb Wartungshinweise per Newsletter an. Anmeldung, Bestätigung und Versandstatus werden dokumentiert; eine Abmeldung stoppt die zugehörige Folge. Für eine angeforderte Terminbestätigung ist eine Werbestrecke ungeeignet.

Häufige Fehler

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Häufig wird eine Abmeldung nur in einer Liste verarbeitet. Gegenmittel ist ein zentraler Status, den sämtliche betroffenen Versandfolgen vor dem Senden beachten. Das Double-Opt-in unterstützt den Nachweis einer bestätigten Anmeldung; es ersetzt keine verständliche Einwilligungserklärung.

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Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

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