Players with Money

Auch: Players with Money, Zielgruppe mit Kaufkraft, Nackter-Mann-Prinzip

Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt ein quellengebundenes Modell oder eine Praxisheuristik. Es verspricht kein bestimmtes Ergebnis; die folgenden Aussagen geben das Modell wieder.

Kern-Logik

Das Modell verbindet wirtschaftliche Investitionsfähigkeit mit einem als relevant erkannten Problem. Es soll verhindern, dass ein Angebot für eine Zielgruppe entwickelt wird, die es nicht finanzieren kann oder keinen hinreichenden Anlass zum Kauf sieht. Vermögen, verfügbares Budget, Zahlungsbereitschaft und Entscheidungsbefugnis sind dabei verschiedene Voraussetzungen.

Die drei Zielgruppen-Typen

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Die vier Filterfragen

Überliefert sind drei Fragen. Welche vierte Frage ursprünglich zum Quellenmodell gehörte, ist ungeklärt. Die zusätzliche Frage zum Entscheidungsweg ist eine Anwendungsergänzung und wird deshalb getrennt von den drei überlieferten Fragen aufgeführt.

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Ergänzende Prüffrage für die Anwendung: Ist ein konkreter Entscheidungsweg für die Investition erkennbar? Dazu gehören die beteiligten Personen und die Bedingungen, unter denen tatsächlich beauftragt werden kann.

Hobby gegen Geschäft

Im Quellenmodell wird beschrieben: Die kürzeste Formel: Hobby-Zielgruppen zahlen für Unterhaltung, Geschäfts-Zielgruppen zahlen für Problemlösung. Diese Gegenüberstellung ist eine Zuspitzung, keine allgemeine Marktregel. Auch private Interessen können konkrete Probleme und Zahlungsbereitschaft begründen. Geschäftliche Käufer verfolgen zudem Chancen wie Entlastung oder Weiterentwicklung, ohne akuten Leidensdruck zu empfinden.

Wann einsetzen?

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Nicht als starre Ausschlussregel verwenden, wenn lediglich noch kein Budget festgelegt wurde. Dann wird zunächst geklärt, ob ein relevantes Problem eine Investitionsentscheidung auslösen kann. Ohne tragfähige Finanzierung oder Lieferfähigkeit wird kein ungeeignetes Angebot weitergedrückt.

Beispiel

Ein hypothetischer Handwerksbetrieb verfügt über Mittel für seine Website, leidet aber vor allem unter unvollständigen Anfragen. Eine umfassende Neugestaltung ist damit noch nicht begründet. Zunächst werden Anfragebearbeitung, verantwortliche Person und möglicher Investitionsrahmen geklärt. Erst danach lässt sich ein passender Umfang beurteilen.

Häufige Fehler

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Häufig wird Unternehmensgröße mit Kaufbereitschaft verwechselt. Gegenmittel sind belegte Angaben zum Problem und zum Entscheidungsweg. Die Zielgruppenwahl beschreibt einen Markt; die Qualifizierung prüft den einzelnen Kontakt.

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Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

akquise zielgruppe positionierung