6-Stufen-Online-Vertriebsprozess (OOVS)
Auch: OOVS, 6-Stufen-Online-Vertriebsprozess, 6-Stufen-Funnel, Optimales Online-Vertriebssystem
Ein operativer Funnel-Blueprint: Jede der sechs Stufen von der Werbeanzeige bis zum Sale ist ein eigenes Mini-Angebot mit eigenem Preis und eigenem Nutzen — der größte Fehler ist, nur an Stufe 6 zu denken.
Kategorie: Funnel / Online-Vertriebsprozess Autor: Pereta
Kern-Logik
Der komplette Online-Vertriebsweg zerfällt in sechs klar getrennte Stufen. Jede Stufe verlangt dem Interessenten eine eigene Entscheidung ab — und jede Entscheidung hat einen eigenen Preis, der nicht zwingend Geld ist. Nur in Stufe 6 wird Geld bezahlt; in Stufe 2 ist der Preis die Unsicherheit beim Eintragen, in Stufe 5 der Schritt raus aus der Komfortzone.
Die sechs Stufen:
- Werbeanzeige sehen — Preis: Aufmerksamkeit.
- Opt-In — Preis: E-Mail-Adresse.
- Content konsumieren — Preis: Zeit.
- E-Mails öffnen und klicken — Preis: Aufmerksamkeit über Tage.
- Maximales Online-Ziel erreichen (NOZ/MOZ, z. B. ein Strategie-Call) — Preis: Unsicherheit, Komfortzone.
- Sale — Preis: Geld.
Die strategische Konsequenz: Jeder einzelne Schritt ist ein eigener Verkauf. Verkaufen bedeutet immer, den Nutzen größer erscheinen zu lassen als den Preis — und das gilt auch für eine E-Mail-Adresse oder einen Klick. Der gängige Fehler ist, die Stufen 1–5 als reine Vorbereitung für Stufe 6 zu begreifen. Tatsächlich entscheidet sich an jeder Stufe neu, ob der Interessent durchrutscht oder abbricht.
Auf jeder Stufe wirken zwei Hebel: Relevanz (das WAS — löst es ein Zielgruppen-Problem?) und Resonanz (das WIE — beantwortet die Kommunikation die Frage „Wie verbessert das mein Leben?"). Wer beide auf jeder Stufe bedient, baut einen durchgängigen Sog bis zum Abschluss.
Konkrete Anwendungen
- Handwerks-/Industrie-KMU (Pereta-ICP): Der Website-Funnel läuft über alle sechs Stufen — Meta-Ad für einen Lead-Magnet („7 Website-Fehler im Handwerk"), Opt-In auf der Landingpage, E-Mail-Sequenz mit Fallbeispielen, Strategie-Call als NOZ, Website-Angebot als Sale. Jede Stufe bekommt ein eigenes Nutzen-Versprechen.
- Funnel-Audit: Stufe für Stufe prüfen, an welcher Stelle die Drop-off-Rate aus der Benchmark fällt. Beispiel: 1.000 Opt-Ins, aber nur 80 öffnen die dritte E-Mail → der Engpass liegt in Stufe 4 (Betreffzeilen), nicht im Werbebudget.
- Erklärungsbedürftige Angebote: Immer ein Gespräch (Stufe 5) zwischen Content und Sale einschieben; High-Ticket verkauft sich kalt nicht direkt.
Wann einsetzen?
- Als Audit-Raster für bestehende Funnel — den einen Engpass finden statt überall zu schrauben.
- Als Design-Raster für neue Funnel — pro Stufe einen eigenen Mini-Pitch formulieren.
- Bei jedem erklärungsbedürftigen, hochpreisigen Angebot.
Häufige Fehler
- Nur an Stufe 6 denken. Die Salespage ist perfekt, aber die Opt-In-Quote auf Stufe 2 liegt bei 2 % — dann bringt die beste Salespage nichts.
- Stufen überspringen. Cold-Traffic direkt auf die Salespage; Ergebnis: Bruchteil-Conversion statt eines belastbaren Calls.
- Engpass mit Traffic-Skalierung lösen wollen. Wer Stufe 3 (Content) nicht liefert, repariert das nicht mit mehr Budget, sondern mit besserem Content.
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