Net Promoter Score (NPS)

Auch: Net Promoter Score, NPS, Weiterempfehlungsindex

Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt ein quellengebundenes Modell oder eine Praxisheuristik. Es verspricht kein bestimmtes Ergebnis; die folgenden Aussagen geben das Modell wieder.

Kern-Logik

Der NPS verdichtet die erklärte Weiterempfehlungsbereitschaft zu einer Kennzahl. Er erfasst eine Antwortabsicht, keine beobachtete Empfehlung und keinen unmittelbaren Umsatzbeitrag.

Im Quellenmodell wird beschrieben: Der ökonomische Befund: Unternehmen in der oberen Hälfte ihrer Branche wachsen deutlich schneller als ihre Wettbewerber. Der Mechanismus ist einfach — Befürworter bleiben länger, kaufen mehr und empfehlen weiter. Sie senken die Akquisekosten und heben den Kundenwert gleichzeitig.

Der beschriebene Zusammenhang ist eine Wirkannahme des Quellenmodells. Aus einem höheren Wert allein folgt kein nachgewiesener Wachstumseffekt für einen einzelnen Betrieb. Leistungsqualität, Kundenauswahl und Marktbedingungen können sowohl Antworten als auch Geschäftsentwicklung beeinflussen.

Die Messpraxis

Die Messfrage erfasst, wie wahrscheinlich eine Weiterempfehlung des Anbieters an andere ist. Die Skala reicht von 0 für völlig unwahrscheinlich bis 10 für äußerst wahrscheinlich. Als Befürworter gelten Antworten mit 9 oder 10, als Passive 7 oder 8 und als Kritiker 0 bis 6. Der NPS ist der Prozentanteil der Befürworter abzüglich des Prozentanteils der Kritiker, jeweils bezogen auf alle gültigen Antworten. Passive bleiben damit im Nenner enthalten. Der Wert wird als Score ausgewiesen, nicht als durchschnittliche Bewertung.

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Zusätzlich werden der Grund der Bewertung, die Zahl der Antworten, der Erhebungsanlass und die Zusammensetzung der Befragten festgehalten. Bei Geschäftskunden ist zu klären, ob Ansprechpartner, Nutzer oder Unternehmen die Auswertungseinheit bilden. Unterschiedliche Rollen können dieselbe Zusammenarbeit verschieden bewerten.

Wann einsetzen?

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage bei wenigen oder einseitig ausgewählten Antworten einsetzen. Auch Vergleiche zwischen unterschiedlich erhobenen Kundengruppen bleiben nur eingeschränkt aussagekräftig.

Beispiel

Ein Gebäudedienstleister befragt Auftraggeber nach einer abgeschlossenen Leistung. Eine kritische Antwort nennt wechselnde Ansprechpartner, obwohl die Reinigung selbst zufriedenstellend war. Der Betrieb klärt die Zuständigkeit und prüft bei einem passenden späteren Anlass, ob sich das Problem erledigt hat. Die Rückmeldung dient einer konkreten Verbesserung; ein höherer Score wird nicht vorausgesetzt.

Häufige Fehler

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

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Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

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