CCC-Tagesroutine
Auch: CCC-Routine, Create-Connect-Consume, Creator-Tagesstruktur
Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt ein quellengebundenes Modell oder eine Praxisheuristik. Es verspricht kein bestimmtes Ergebnis; die folgenden Aussagen geben das Modell wieder.
Kern-Logik
Das Quellenmodell ordnet drei Abschnitte einer Content-Routine:
- Create: Inhalte produzieren
- Connect: Kontakte und Reaktionen bearbeiten
- Consume: Inhalte aufnehmen und lernen
Im Quellenmodell ist nicht die Länge der drei Abschnitte entscheidend, sondern ihre Reihenfolge. Die produktive Phase steht zuerst, gefolgt von Kommunikation und erst danach von Konsum und Weiterbildung. Wird der Tag mit Konsum begonnen, kann dieser die für die Produktion vorgesehene Aufmerksamkeit vorzeitig binden.
Die Routine schützt dafür vorgesehene Aufmerksamkeit durch eine bewusste Reihenfolge. Sie ist keine Aussage darüber, wann jeder Mensch am leistungsfähigsten ist. Create benötigt ein gewähltes Thema, verfügbares Ausgangsmaterial und einen abgrenzbaren Arbeitsstand. Fachliche Recherche, die für einen korrekten Inhalt erforderlich ist, gehört zur Vorbereitung und wird nicht zugunsten ungeprüfter Produktion aufgeschoben.
Beispiel: Tagesfolge für Content-Arbeit
Im Quellenmodell wird beschrieben: Zu Beginn des Arbeitstags entsteht ein Text, eine Aufnahme oder anderes Content-Material. Danach werden Rückmeldungen, E-Mails und Kontakte bearbeitet. Erst später stehen Lesen, Weiterbildung oder soziale Medien auf dem Plan. Das Beispiel trennt die drei Tätigkeitsarten, damit der Konsum nicht die Produktionsphase verdrängt.
Bei einem Sanitärbetrieb könnte zunächst ein erklärender Beitrag zu einer wiederkehrenden Kundenfrage entstehen. Danach werden Rückfragen bearbeitet und Themenhinweise gesammelt. Später wird ausgewähltes Fachmaterial gelesen, aus dem sich eine weitere Frage für die nächste Produktion ergibt. Damit erhält auch Consume einen konkreten Lernzweck.
Wann einsetzen?
Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:
- Für Solo-Selbstständige und Freelancer mit Content-Anteil.
- In Phasen hoher kreativer Anforderung.
- Wenn „keine Zeit zum Schreiben" vor allem durch die Abfolge des Tages entsteht.
Die Reihenfolge passt vor allem zu planbaren Arbeitsblöcken. In Bereitschaft, bei dringenden Kundenfällen oder wenn Freigaben fehlen, haben notwendige Reaktionen Vorrang. Der Produktionsblock wird dann bewusst neu eingeplant. Das Modell verlangt weder ständige Unerreichbarkeit noch Veröffentlichung eines unfertigen Inhalts.
Häufige Fehler
Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:
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E-Mails oder soziale Medien vor der Produktionsphase öffnen. Gegenmittel: einen bearbeitbaren Produktionsauftrag vorbereiten und nur tatsächlich dringliche Meldungen vorziehen.
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Konsum als Pause zwischen Schreibblöcken einsetzen und den Aufbau des Arbeitsflusses unterbrechen. Gegenmittel: Erholung ohne zusätzlichen Informationsstrom wählen und Lernmaterial für den vorgesehenen Abschnitt sammeln.
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Die Connect-Phase ohne Begrenzung ausdehnen, sodass für Create keine Zeit bleibt. Gegenmittel: Kommunikationsaufgaben nach Dringlichkeit ordnen und den nächsten Produktionsblock verbindlich schützen.
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Produktion nur an der Menge messen. Gegenmittel: zusätzlich Verständlichkeit, fachliche Richtigkeit und Bezug zur Kundenfrage prüfen.
Abgrenzung
Die Routine ordnet den Arbeitsablauf. Eine Themenstrategie bestimmt dagegen, welche Inhalte gebraucht werden; eine Veröffentlichungsplanung legt deren Ausspielung fest. Beides muss zur Routine hinzukommen.
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