Sein — Tun — Haben

Auch: Sein-Tun-Haben-Formel, Erfolgsformel Sein Tun Haben

Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt ein quellengebundenes Modell oder eine Praxisheuristik. Es verspricht kein bestimmtes Ergebnis; die folgenden Aussagen geben das Modell wieder.

Kern-Logik

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Das Modell ordnet Selbstbild, Wissen und Ziele dem „Sein“ zu. Daraus folgen die konkreten Entscheidungen und Gewohnheiten des „Tun“. Ergebnisse, Status oder Umsatz stehen als „Haben“ am Ende dieser Kette. Die Reihenfolge soll helfen, ein Ergebnisproblem nicht nur mit einer einzelnen Taktik zu verwechseln.

Die Kette ist eine Reflexionshilfe, kein Naturgesetz. Handlungen und Erfahrungen können ihrerseits Wissen und Selbstbild verändern. Ergebnisse hängen außerdem von Nachfrage, Ressourcen, Fähigkeiten und äußeren Bedingungen ab. Ein ausbleibender Erfolg beweist daher weder eine falsche Haltung noch einen persönlichen Mangel.

Für die Anwendung wird jede Ebene konkretisiert: Welche Annahme beeinflusst welche Handlung, und welche Beobachtung würde diese Vermutung stützen oder widerlegen? Das erwartete Ergebnis bleibt von einem bereits erreichten Zustand getrennt.

Beispiel: Reihenfolge prüfen

Bei ausbleibenden Ergebnissen prüft eine Person zuerst, welche Annahme über die eigene Rolle oder Fähigkeit ihr Handeln begrenzt. Danach beschreibt sie die regelmäßig nötige Handlung und erst dann den erwarteten Zustand. Der Schritt vom Selbstbild zur Handlung wird damit sichtbar, statt nur auf das gewünschte Ergebnis zu warten.

Ein Inhaber eines Installationsbetriebs nimmt an, nur selbst jede Kundenanfrage zuverlässig beantworten zu können. Im Modell gehört diese Annahme zum Sein. Erprobte Übergaberegeln und eine angeleitete Bearbeitung durch Mitarbeiter gehören zum Tun. Ob Anfragen zuverlässig beantwortet werden und der Inhaber entlastet wird, lässt sich anschließend beobachten. Auch fehlende Einarbeitung wäre eine mögliche Erklärung für Schwierigkeiten.

Wann einsetzen?

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Die Reihenfolgeprüfung sollte mit beobachtbaren Geschäftsvorgängen verbunden werden. Bei einem defekten Anfrageformular oder ausgefallener Lieferfähigkeit ist zunächst der konkrete Fehler zu beheben. Für solche Ursachen ersetzt Selbstreflexion weder technische Prüfung noch betriebliche Maßnahmen.

Häufige Fehler

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

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Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Die Mindset–Skillset–Toolset-Pyramide unterscheidet Voraussetzungen des Handelns; Sein–Tun–Haben ordnet Voraussetzungen, Handlungen und Ergebnisse.

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