Marketing Automation
Auch: Marketing Automation, Marketing-Automatisierung, Automatisierte Workflows, Trigger-Strecken
Die softwaregestützte Automatisierung wiederkehrender Marketing-Aufgaben — E-Mails, Segmentierung, Bewertung, Nachfass — gesteuert über Regeln, Ereignisse und Kundenverhalten. Gute Automation wirkt persönlich, obwohl sie automatisch läuft.
Kategorie: Funnel & Automation Autor: Pereta
Kern-Logik
Jedes wachsende Geschäft erreicht den Punkt, an dem handverschickte Mails, gepflegte Listen und Tabellen-Segmentierung nicht mehr mitwachsen. Marketing Automation löst das über regelbasierte Strecken:
- Auslöser — ein Ereignis startet die Strecke (Eintragung, Formular, Kauf, Datum, Inaktivität).
- Verzweigung — je nach Eigenschaft oder Verhalten läuft der Kontakt einen eigenen Pfad.
- Aktionen — Mail senden, Markierung setzen, Score ändern, an den Vertrieb übergeben.
- Wartezeiten — zeitversetzte Schritte („drei Tage nach der Eintragung …").
Die Pointe: Eine gut gebaute Strecke skaliert von 100 auf 100.000 Kontakte ohne Mehrkosten — die einmalige Investition in die Architektur trägt über Jahre. Das Risiko ist die Über-Automatisierung: Zu viele Strecken erzeugen ein Spam-Gefühl, und Kontakte schalten ab. Gute Automation bleibt unsichtbar.
Typische Strecken: Willkommen (nach Eintragung), Betreuung (nach Download), Abbruch-Rückholung (nach Warenkorb-Abbruch), Nachkauf (Bindung, Bewertung), Reaktivierung (nach langer Inaktivität).
Zwei starke Plays
- Comment-to-DM: Ein Kommentar unter einem Social-Beitrag mit einem vereinbarten Stichwort löst automatisch eine qualifizierende Direktnachricht aus — aus öffentlicher Interaktion wird ein persönlicher, automatisierter Erstkontakt.
- Kanalübergreifende Abbruch-Segmente: Wer den Checkout, ein Video oder ein Formular abbricht, landet in einem eigenen Segment und wird gezielt über einen anderen Kanal zurückgeholt — der Formular-Abbrecher etwa per Anzeige statt per Mail.
Konkrete Anwendungen
- KMU-Einstieg (Pereta-ICP): Kontaktformular → automatische Bestätigung → dreistufige Betreuungs-Strecke → Terminlink nach sieben Tagen. Geringes Setup, großer Effekt.
- Pereta-Akquise: Willkommens-Strecke, Wiederansprache nach Preisseiten-Besuch, Reaktivierung nach 60 Tagen Inaktivität.
- Voraussetzung Content: Automation wird KMU nur angeboten, wenn sie in Content investieren — ohne Inhalte gibt es keine Strecken.
Wann einsetzen?
- Sobald manuelle Betreuung nicht mehr mitwächst — die Strecke ersetzt wiederkehrende Handarbeit.
- Bei klaren Auslöser-Momenten — Eintragung, Abbruch, Inaktivität.
- Mit vorhandenem Content — ohne Inhalte keine sinnvolle Automation.
Häufige Fehler
- Über-Automatisieren. Zu viele Strecken erzeugen ein Spam-Gefühl — die Kontakte erkennen das Muster und schalten ab.
- Ohne Content starten. Leere Strecken haben nichts zu senden.
- Nur einen Kanal denken. Der stärkste Rückhol-Effekt entsteht kanalübergreifend, nicht in derselben Mail-Schiene.
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