KI-Potenzialanalyse und Use-Case-Matrix
Auch: KI-Potenzialanalyse, Use-Case-Matrix, KI-Readiness, KI-Priorisierung, Reife-Impact-Matrix
Die strukturierte Art, KI in ein Unternehmen zu bringen: nicht „KI für alles", sondern die Prozesslandschaft erheben, Anwendungsfälle nach Reife und Wirkung bewerten — und den einen belastbaren Engpass zuerst lösen.
Kategorie: Digitalisierung Autor: Pereta
Kern-Logik
Die meisten KI-Projekte scheitern nicht an der Technik, sondern an der Auswahl. Sie starten mit einem generischen „Wir machen jetzt was mit KI" und verzetteln sich in Spielereien ohne Geschäftswirkung. Die Potenzialanalyse ersetzt das durch ein Verfahren:
- Prozesslandschaft erheben — im Workshop mit dem Kunden alle relevanten Abläufe sichtbar machen. Man kann nur bewerten, was man kennt.
- Use Cases auf zwei Achsen einordnen:
- Technologische Reife — wie zuverlässig lässt sich das heute umsetzen?
- Business Impact — wie viel bewegt es wirtschaftlich?
- Den höchsten belastbaren Engpass zuerst pilotieren — nicht das Spektakulärste, sondern das mit dem besten Verhältnis aus machbar und wirksam. Ein sichtbarer Erfolg an der richtigen Stelle trägt alles Weitere.
Der strategische Kern liegt im letzten Schritt: Aus dem ersten erfolgreichen Anwendungsfall wird ein vertikales, branchenspezifisches KI-Angebot — nicht ein generisches „KI für alle"-Paket, sondern „genau dieser Engpass, in genau dieser Branche, nachweislich gelöst". Das ist zugleich der schärfere Verkaufshebel: Spezifität schlägt Allgemeinheit.
Für eine Agentur ist die Potenzialanalyse das ideale Einstiegsprodukt: ein bezahlter, klar abgegrenzter erster Schritt, der Vertrauen schafft, den Bedarf qualifiziert und den Weg für die Umsetzung ebnet — statt eines vagen KI-Versprechens.
Konkrete Anwendungen
- Handwerks-/KMU-Kunde (Pereta-ICP): Der Workshop deckt auf, dass die Angebotserstellung der teuerste Engpass ist. Dort setzt der erste KI-Pilot an — sichtbarer Nutzen, klarer Fall.
- Pereta-Angebot: Die Potenzialanalyse ist der bezahlte Türöffner der „Externen Fachabteilung" — Teach vor Sell, Bedarf qualifiziert vor Umsetzung.
- Angebots-Bau: Aus dem ersten Pilot einer Branche wird ein wiederverwendbares vertikales Paket für die nächsten Kunden derselben Branche.
Wann einsetzen?
- Am Anfang jeder KI-Einführung — als Pflicht-Vorstufe vor jeder Umsetzung.
- Wenn ein Kunde „irgendwas mit KI" will — die Matrix übersetzt den vagen Wunsch in einen konkreten, priorisierten Plan.
- Zur Angebots-Differenzierung — die branchenspezifische Vertikalisierung ist der Ausweg aus dem austauschbaren KI-Einerlei.
Häufige Fehler
- Mit dem spektakulärsten Use Case starten. Reichweite und Impact zählen mehr als Show — der belastbare Engpass gewinnt.
- Generisch bleiben. „KI für alles" ist unverkäuflich und unfokussiert; die Vertikalisierung schafft erst den Wert.
- Ohne Prozesserhebung priorisieren. Wer die Abläufe nicht kennt, rät bei der Auswahl.
- Den Engpass nicht wirtschaftlich prüfen. Ohne Impact-Achse landet man bei technisch reizvollen, aber irrelevanten Fällen.
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