Kano-Modell (Basis, Leistung, Begeisterung)

Auch: Kano-Modell, Basis-Leistung-Begeisterung, Merkmalsklassen, Wow-Faktoren, Begeisterungsmerkmale

Nicht jede Eigenschaft eines Angebots wirkt gleich: Manche werden vorausgesetzt, manche zahlen linear auf Zufriedenheit ein, manche begeistern überraschend. Das Modell trennt Pflichtqualität von echten Wow-Effekten — und verhindert, dass Aufwand in wirkungslose Merkmale fließt.

Kategorie: Positionierung & Produkt Autor: Pereta

Kern-Logik

Wer alle Eigenschaften eines Angebots gleich behandelt, investiert oft am Kunden vorbei. Das Kano-Modell ordnet Merkmale nach ihrer Wirkung auf die Zufriedenheit in fünf Klassen:

Der Hebel für eine Agentur ist doppelt: Pflichtqualität sichern (Basismerkmale müssen sitzen, sonst hilft kein Wow) — und Ressourcen auf echte Begeisterung lenken statt in indifferente Merkmale zu stecken, die niemand honoriert. Ein wichtiger Nebeneffekt: Begeisterungsmerkmale nutzen sich ab — was heute begeistert, wird morgen zur Erwartung. Der Wow von gestern ist der Standard von heute.

Für eine Agentur ist das ein Priorisierungsraster für Angebote — und ein Beratungsthema für KMU, die viel Aufwand in Merkmale stecken, die kein Kunde bemerkt.

Konkrete Anwendungen

Wann einsetzen?

Häufige Fehler

  1. Nur an Wow denken. Ohne sitzende Basismerkmale verärgert das Angebot, egal wie schön der Wow ist.
  2. In indifferente Merkmale investieren. Aufwand, den kein Kunde honoriert — verschwendetes Budget.
  3. Den Abnutzungseffekt ignorieren. Was heute begeistert, wird morgen erwartet — Begeisterung braucht Nachschub.

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