Evaluationsplan (Mutual Action Plan B2B)

Auch: Evaluationsplan, Mutual Action Plan, Stufenentscheidung B2B, Checkpoint-Plan

Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt ein quellengebundenes Modell oder eine Praxisheuristik. Es verspricht kein bestimmtes Ergebnis; die folgenden Aussagen geben das Modell wieder.

Kern-Logik

Ein Evaluationsplan beschreibt im Modell den gemeinsam vereinbarten Weg zu einer begründeten Kaufentscheidung. Er hält Prüffragen, benötigte Nachweise, Verantwortlichkeiten und nächste Entscheidungen fest. Auftraggeber und Anbieter klären damit nicht nur Termine, sondern auch, woran eine Fortsetzung oder ein Abbruch festgemacht wird.

Im Quellenmodell wird beschrieben: Komplexe B2B-Entscheidungen über fünfstellige Summen lassen sich psychologisch selten in einer Sitzung auslösen. Das Risiko der Fehlentscheidung ist zu hoch (siehe FOMU), die Stakeholder-Zahl zu groß, die Unsicherheit über den Return zu real. Die klassische Verkäufer-Reaktion — mehr Druck, Rabatt, Verknappung — verschlechtert die Lage.

Im Quellenmodell wird beschrieben: Nach jedem Schritt ist der Ausstieg explizit erlaubt und ohne Gesichtsverlust möglich. Damit verschiebt sich das Risiko vom Kunden zum Anbieter: Der Anbieter trägt die Arbeit des Prüfprozesses, der Kunde nur die Zeit. Psychologisch ist das ein enormer Entlastungshebel.

Die Risikoverschiebung betrifft die Gestaltung der Prüfung, nicht sämtliche Folgen einer Fehlentscheidung. Auch beim Kunden können Prüfaufwand, interne Abstimmung und Kosten entstehen. Vorleistungen, Vergütung und Ausstieg werden deshalb ausdrücklich vereinbart; ein Prüfplan macht Leistungen nicht automatisch kostenlos.

Psychologische Wirkmechanismen

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Beispiel

Ein kleiner Großhändler prüft die Erneuerung seines Anfrageprozesses. Geschäftsführung, Vertrieb und technische Betreuung vereinbaren folgende Arbeitsfolge:

Prüfschritt Nachweis Entscheidung
Bedarf klären Beschriebener Engpass und gewünschter Zustand Ist weitere Prüfung sinnvoll?
Machbarkeit prüfen Geklärte Schnittstellen, Mitwirkung und Grenzen Ist der Ansatz umsetzbar?
Angebot bewerten Leistungsumfang, Aufwand und offene Risiken Beauftragen, gezielt weiterprüfen oder beenden?

Jeder Schritt erhält eine zuständige Person auf der jeweiligen Seite, einen abgestimmten Termin und erkennbare Abhängigkeiten. Neue Fragen werden aufgenommen, statt die Kriterien nachträglich so zu verschieben, dass nur Zustimmung übrig bleibt.

Abgrenzung

Ein interner Vertriebsplan dokumentiert Aktivitäten des Anbieters. Der Evaluationsplan enthält gemeinsam bestätigte Beiträge und Entscheidungskriterien. Ein Projektplan regelt dagegen die Umsetzung eines Auftrags; die Zustimmung zum Prüfweg ist noch keine Beauftragung dieser Umsetzung.

Wann einsetzen?

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Häufige Fehler

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

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Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

closing b2b prozess