Bullet-Point (5 Regeln)
Auch: Bullet-Point, 5 Regeln für Bullet-Points, Bullet-Point-Formel
Bullet-Points werden drei- bis fünfmal öfter gelesen als der Fließtext darum herum — fünf Regeln machen aus einer Aufzählung eine Mini-Salespage.
Kategorie: Content Autor: Pereta
Kern-Logik
Die Schablone beantwortet eine schlichte Lesegewohnheit: Besucher scannen Sales-Pages. Sie lesen Headlines, springen zu den Bullets, lesen den Call-to-Action und entscheiden. Der Fließtext dazwischen ist oft nur Beiwerk. Wer die Bullets beherrscht, verkauft auch an Scanner.
Die fünf Regeln:
- Maximal 10 Wörter pro Bullet. 10–12 sind noch tolerabel, mehr wird Fließtext. Kurz, damit der Blick beim Scrollen hängenbleibt.
- Denken abnehmen durch Vorlagen-Formulierung. Einleitungs-Phrasen, die das Verständnis vorprägen: „Ein großer Vorteil: …", „Besonders spannend: …", „Das Umsatz-Geheimnis: …". Der Leser verarbeitet automatisch, was die Phrase ankündigt.
- Struktur verwenden. „Die 3 Geheimnisse", „Die 5 Wege", „Die 7 Fehler". Zahl + Struktur geben dem Gehirn einen verarbeitbaren Rahmen — schlägt immer „Die besten Wege, wie …".
- Eigene Formulierungen/Methoden benennen. Ein eigener Methodenname klingt nach Expertise, macht neugierig und differenziert vom Markt.
- Nutzen statt Eigenschaften. Nie „4 m Kabel", sondern „Arbeiten ohne Verlängerungskabel-Stress". Feature → Benefit übersetzen.
Psychologisch wirkt Regel 2 wie eine unterbewusste Anweisung: „Denke gerade nicht an eine rote Ampel" — und man denkt an die rote Ampel. Analog verarbeitet das Gehirn nach „Ein großer Vorteil: …" das Folgende als Vorteil.
Beispiel
Schwach (Feature-Bullet, zu lang, keine Struktur): „Unser Paket beinhaltet ein responsives Theme mit 20 vorgefertigten Layouts und einem Hosting-Anschluss."
Stark (5 Regeln angewandt):
- Besonders spannend: In 14 Tagen ist Ihre Website online.
- Ein großer Vorteil: Sie pflegen Änderungen selbst — ohne Technik-Stress.
- Die 3 Conversion-Sektionen: Hero, Vertrauensbeweis, klarer CTA.
- Turbo-Start-Paket: SSL, Backup und Ladezeit unter 2 Sekunden inklusive.
- Der Anfragen-Hebel: Kontaktformulare an der richtigen Stelle.
Nach jedem Bullet eine Leerzeile — visuell atmen lassen. Die wichtigsten Bullets zuerst und zuletzt (Primacy + Recency). Der Testsatz: „Wenn der Leser nur die Bullets liest — versteht er dann das Kernversprechen?"
Konkrete Anwendungen
- Handwerks-/Industrie-KMU (Pereta-ICP): Jede Leistungsseite prüfen und die Bullets mit Vorlagen-Phrasen, Struktur-Zahlen und Methoden-Namen ausstatten — einer der schnellsten Conversion-Hebel überhaupt.
- Landingpage unter dem Hero: 3–5 Bullets direkt unter der Headline als „Was Sie bekommen".
- Sales-Page: 5–10 Bullets nach den fünf Regeln, mittig im Longform-Text.
Wann einsetzen?
- Auf jeder Sales- und Leistungsseite.
- In E-Mail-Kampagnen, besonders im Nutzen-Abschnitt.
- Auf Webinar-Folien — Bullets statt Fließtext.
Häufige Fehler
- Feature-Bullets: eine Technik-Liste verkauft nicht. Jedes Feature in einen Nutzen übersetzen.
- Zu lange Bullets: Schachtelsätze werden beim Scannen nicht erfasst; über 12 Wörter ist Fließtext.
- Keine Struktur/Vorlage: ohne Einleitungs-Phrase verpuffen Bullets — das Prime-Element ist die halbe Miete.
- Zu viele oder zu wenige: unter 5 wirkt dünn, über 12 ermüdet; 7–10 ist der Sweet Spot.
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