A/B-Testing

Auch: A/B-Test, Split-Test, A/B/n-Test, Multivariates Testing, Conversion-Testing

Einordnung: Dieses Kapitel beschreibt ein quellengebundenes Modell oder eine Praxisheuristik. Es verspricht kein bestimmtes Ergebnis; die folgenden Aussagen geben das Modell wieder.

Kern-Logik

A/B-Testing vergleicht im Quellenmodell mehrere Varianten, indem Besucher zufällig verteilt und die beobachteten Zielereignisse der Varianten gegenübergestellt werden.

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Im Quellenmodell wird beschrieben: Die klassischen Stolperfallen: zu früh stoppen (bei noch nicht signifikanten Daten entstehen Falsch-Positive — die Stichprobengröße gehört vorher berechnet) und das Verwechseln von Segment- und Gesamteffekt (getrennt gewinnt B, insgesamt A, weil die Segmente ungleich besetzt sind).

Die zufällige Zuteilung soll Unterschiede zwischen Besuchergruppen im Mittel ausgleichen. Unbeabsichtigte Unterschiede in Ausspielung oder Messung können den Vergleich trotzdem verfälschen. Vor Beginn werden Hypothese, Hauptzielgröße, kleinster praktisch relevanter Effekt, Testverfahren, Stichprobenbedarf und Auswertungsregel festgelegt. Grundlage sind auch die bisherige Ereignisrate und die gewünschte Teststärke, also die Chance, einen tatsächlich vorhandenen relevanten Effekt zu erkennen.

Vorzeitiges Stoppen ist insbesondere dann problematisch, wenn wiederholt nach einem günstigen Zwischenstand gesucht wird. Auch vorläufige Signifikanz rechtfertigt bei einer fest geplanten Stichprobe keinen spontanen Abbruch; dafür braucht es ein geeignetes sequenzielles Verfahren. Statistische Signifikanz beschreibt zudem keine wirtschaftliche Bedeutung. Effektgröße und Unsicherheitsbereich gehören zur Entscheidung.

Wann einsetzen?

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Bei wenigen Anfragen oder instabiler Messung liefern qualitative Nutzungsbeobachtungen häufig zuerst die nötigen Hinweise. Ein zeitlicher Vorher-nachher-Vergleich ohne zufällige Zuteilung kann durch Saison, Kampagnen oder veränderte Zielgruppen beeinflusst sein.

Beispiel

Ein fiktiver Fachbetrieb prüft, ob eine verständlichere Erklärung am Anfrageformular dessen Nutzung erleichtert. Besucher erhalten zeitgleich eine Fassung. Gemessen werden gültige Anfragen im Verhältnis zu den zugeteilten Besuchern; zusätzlich wird geprüft, ob die Anfragen zum Angebot passen. Mehr unbrauchbare Anfragen wären kein überzeugender Vorteil.

Häufige Fehler

Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

Abgrenzung

A/B/n erweitert den Variantenvergleich. Multivariates Testing untersucht Kombinationen mehrerer veränderter Faktoren und mögliche Wechselwirkungen; es ist kein bloßes Synonym für A/B-Testing.

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Im Quellenmodell gelten folgende Punkte:

conversion experimentation cro methode